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SAN FRANCISCO

Man sieht es überall. Man riecht es in jeder Seitengasse. Nahezu jeder hat es. Doch keiner darf es haben. Marihuana.

Und damit – Herzlich Willkommen in San Francisco!

Zwar ist bis heute das Rauschgift in diesem Teil Amerikas verboten, jedoch unternimmt die Polizei schon lange nichts mehr dagegen. Für die Bob Marleys unter uns also das perfekte Zuhause. Denn nicht nur den Rasterman-Einfluss, sondern auch die hippie-belasteten, angemalten Busse und Wände findet man hier überall. San Cisco, wie es die Bewohner gerne nennen, ist auch eine sehr tolerante Stadt an der Westküste Amerikas. Obwohl ich schon an vielen Orten war, war an noch keinem einzigen die LSBTTIQ-Community und deren Unterstützung so stark vertreten wie dort. Die ständig ins Auge stechenden Regenbogenfahnen sind mit ein Grund, warum ich San Francisco als “die bunte Stadt Amerikas” bezeichnen würde.

Gleich der erste Tag war für uns ziemlich ereignisreich. Nachdem wir einen kleinen Spaziergang durch China Town gemacht hatten, da wir dieses in New York verabsäumt haben, ging es direkt weiter zur GOLDEN GATE BRIDGE. Und hier muss ich sagen, dass ich sie schon seeehr oft im Fernsehen und auf Fotos gesehen habe und sie an sich nicht als besonders betrachtet habe. Wenn man jedoch auf diesem Aussichtspunkt steht und keine 100 Meter vor sich diese Brücke im leichten Nebel, umgeben von kaltem Pazifikwasser und unglaublicher Vegetation sieht, kann man plötzlich nicht mehr verstehen, wie man an etwas so Faszinierendem zweifeln konnte. Für mich persönlich war diese Brücke DIE FOTOLOCATION Nr 1 in ganz Francisco.

Der nächste Punkt war durchaus mit etwas körperlicher Anstrengung verbunden. Eine der berühmtesten Straßen, wenn nicht sogar DIE BERÜHMTESTE stand auf dem Programm. – Die Lombard Street. Bevor ich euch diese beschreibe, möchte ich mich erst mal dem Weg dorthin widmen. Denn dieser war schwerer als gedacht. Auf einer “normalen” Straße mit 70%iger Steigung wird es nach 100 Metern schon mal etwas anstrengender für die Muskelfasern in den Waden. Kontraproduktiv dazu sind die nebenher fahrenden Autos, deren metallener Körper sich so dermaßen neigt, dass man glaubt sie fallen bergab. Nach gefühlten 10 Minuten, aber realistischen 5 Minuten ist es dann soweit. Man erhascht den ersten Blick auf die 145 Meter lange, kurvige Straße die zwischen strahlend magentafarbenen Blumenbeeten mit kaminroten Kacheln gepflastert wurde. Leider muss ich sagen, dass mich diese “Attraktion” sehr enttäuscht hat, denn für Amerikaner ist die einzig kurvige Straße des Landes natürlich ein Hingucker. Aber für geborene Österreicher ist das eher unbedeutend… noch dazu erscheint sie viel kürzer und kleiner, als man sie von Bildern kennt.

Aber nun auf zum letzten Punkt. – Fisherman’s Wharf . Ich konnte mir kaum etwas darunter vorstellen. Man kommt dort an und das Erste, mit dem deine Sinne überrumpelt werden, ist der unerträgliche Fischgestank, der diese Bucht ausmacht. Denn was wär ein Fisherman’s Wharf ohne Fische? Nach zahlreichen überteuerten Fischlokalen findet man im Getümmel durchaus ein paar niedliche, kleine Läden und Restaurants. Am besten gefiel mir der bekannte “Pier 39”, da er für mich fast wie eine Filmkulisse mit den knarrenden Holzbrettern, den blaubemalten Fischerhütten und den kitschig verzierten Candyshops wirkte.

Leider waren wir am 4. Juli nicht direkt am Wharf, um das Feuerwerk von dort zu betrachten, doch auch von dem Dach unseres Hotels hatte man einen schönen Überblick, über die zahlreichen Lichtshows zur Feier von Amerika.

Das war der erste Tag in dieser bunten Stadt. Der zweite wird etwas trüber, denn da ging es nach Alcatraz und was wir dort erlebt haben, glaubt uns keiner…

Bleibt gespannt 😉

 

– Becky ♡

 

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